Traubensorten

Pinot Noir  – Blauburgunder

Verbreitung
Die Rebe stammt ursprünglich von einer Wildrebe ab. Vermutlich wurde sie von den Griechen nach Frankreich gebracht.
Die Pinot Noir ist eine sehr alte, aus Burgund stammende Rebsorte. Ihr Anbau ist seit dem 4. Jahrhundert nachweisbar.  Die Urform war im Burgund bereits vor dem Einmarsch der Römer heimisch. Ab dem 10. Jahrhundert wurde das Benekdiktinerkloster Cluny zum Mittelpunkt des burgundischen Weinbaus.
Die geschmackliche Qualität und der feine Duft der Traube findet wieder zunehmend an Bedeutung. In Frankreich hat sich die Rebfläche innerhalb der letzten 50 Jahre verdreifacht. Anbaufläche gewonnen hat die Pinot Noir auch im übrigen Europa. In Übersee bevorzugt sie die kähleren Anbaugebiete. Dort sind Kalifornien, Oregon, Chile, Argentinien, Südafrika, Australien und Neuseeland wichtige Gebiete.

Pinot Noir in der Schweiz
Mit ewas mehr als 4300 Hektar Fläche, ist die Pinot Noir die am meisten angebaute Rebsorte der Schweiz. Sie wird in allen Kantonen ausser Kanton Jura angebaut.
In der Ostschweiz spielt sie eine vorherrschende Rolle.

Eigenschaften
Die Pinot Noir treibt mittelfrüh aus, ist empfindlich auf Frühjahrsfröste und reift früh. Sie bevorzugt kalkhaltige, kiesige Böden und einen nicht zu heissen Standort.
Bei keiner anderen Rebsorte spielt die genetische Zusammensetzung eine so grosse Rolle. Die Selektion des Klons ist deshalb sehr wichtig.
Die Pinot Noir ist eine weinbaulich eher schwierige Rebsorte. Ein zu hoher Ertrag wirkt sich besonders nachteilig auf die Qualität des Weines aus. Die dünnhäutigen Früchte verlangen eine sehr feinfühlige Bearbeitung. Sie ist anfällig für den Echten und den Falschen Mehltau.
Durch Klonselektion konnten einige negative Eigenschaften der Rebe reduziert werden.

Weintyp
Die Pinot Noir-Rebe bringt je nach Lage leichte, fruchtige oder kräftige, körperreiche Weine hervor. Pinot Noir-Weine sind vollmundig, geschmeidig und filigran, und man braucht eine exzellente Nase und einen feinen Gaumen, um ihrem komplexen Charakter auf die Spur zu kommen. Um eine delikate Fruchtigkeit sowie aromatische Frische und Eleganz zu erhalten müssen die Trauben gelesen werden, sobald alle Komponenten ein harmonisches Ganzes bilden. So präsentieren sich heute prachtvolle Weine, die mitunter in Barriques ausgebaut werden.

Pinot Noir im Stammertal
Die klassische Rotweinsorte findet in unseren Reblagen beste Voraussetzungen vor.
in Ober- und Unterstammheim und Waltalingen/Guntalingen werden zusammen 23 ha Pinot Noir angebaut.
Rote Sorten total 27.6 ha
Auf unserem Betrieb werden 0.92 ha Pinot Noir bewirtschaftet.

 

Riesling x Sylvaner – Müller Thurgau

Diese in der Forschungsanstalt Geisenheim  gezüchtete Rebsorte ist die Hauptrebsorte der deutschsprachigen Schweiz. – wird aber auch in den Kantonen der Romandie angebaut. Verbreitung findet die Sorte nördlich des Alpenbogens von Frankreich bis nach Moldavien. In Übersee wird sie in den USA, Neuseeland, Japan und China angebaut.

Eigenschaften/Weintyp
Die Rebe ist starkwüchsig und bevorzugt tiefgründige, frische, nicht zu trockene Böden. Sie hat geringe Ansprüche an den Standort, ist aber empfindlich gegen Trockenheit. Die Holzausreife kann schwach sein, dadurch gibt es häufig schon bei -15° C Frostschäden. Eine hohe Anfälligkeit gegen Peronospora, Botrytis und weitere Krankheiten ist gegeben. Die Erziehungsart ist so zu wählen, dass eine gute Durchlüftung der Laubwand möglich ist. Die Rebsorte hat eine grosse Blütefestigkeit nach Maifrösten, durch fruchtbare Beiaugen. Meist kommt es nur zu geringem Ertragsausfall. Sie reift ab Mitte September.
An guten Standorten und angepasstem Ertragsziel können mit Müller-Thurgau aromatische, frische und elegante Weine produziert werden. Die weine sind süffig, leicht mit angenehmem Muskatton und milder Säure. Je nach Standort mit mehr oder weniger blumigem Bukett. Lagerzeiten von zwei bis drei Jahren sollten nicht überschritten werden, da sonst das feine Muskataroma verloren geht.
Wird die Gärung unterbrochen, so dass noch einige Gramm Restzucker im Wein verbleiben, entstehen fröhliche Weine mit spannendem Süsses-Säure-Spiel

Riesling x Sylvaner im Stammertal
Die sonnenverwöhnten Reblagen bieten dieser Rebsorte ausgezeichnete Bedingungen.
Es werden im Stammertal gesamthaft 8.2 ha RxS bewirtschaftet.
Total 12.5 ha weisses Gewächs.
Die 0.17 ha Riesling x Sylvaner welche wir bewirtschaften, gedeihen in der „Leebern“ in Oberstammheim.

 

Muscat Olivier

Diese weisse Rebsorte ist eine Neuzüchtung aus dem Jahre 1930 durch einen ungarischen Rebzüchter.
Diese Rebe ist vor allem in den ungarischen Weingegenden verbreitet. Auch in der Slowakei, Tschechien und in Österreich (Burgenland).

Eigenschaften
Die Traube ist lockerbeerig. Die rundlichen Beeren sind klein bis mittelgross und von goldgelber Farbe. Die Beeren haben ein leichtes Muskataroma, das sie an den Wein weitergeben.
Der Wein ist fruchtbetont, zuweilen mit exotischem Duft von Passionsfrucht, Grapefruit und Lychees mit einem ausgeprägten, vegetativen Muskatton.
Sehr gut eignen sich die Trauben auch als Tafeltrauben.

In der Schweiz wird Muscat Olivier in den Kantonen Zürich, Luzern, Uri, Obwalden, Nidwalden, Schwyz, Basel Land, Schaffhausen, St. Gallen, Aargau und Thurgau angebaut.

2012 pflanzten wir 0.44 ha im „Bätteli“
Wir verkaufen die Trauben an die Staatskellerei Zürich.
Zusammen mit den Traubensorten Pinot Noir, Riesling-Sylvaner und Gewürztraminer werden sie für den Staatsschreiber Cuvée Blanc Prestige AOC Zürich verarbeitet.

 

Solaris

Herkunft
Solaris ist eine 1975 neu gezüchtete pilzwiderstandsfähige weisse Rebsorte aus dem Weinbauinstitut Freiburg im Breisgau.
Der Name „Solaris“ leitet sich von der Sonne ab, die der Sorte aufgrund ihrer Kraft zu einer frühen Reife und zu einer hohen Zuckerleistung verhilft.

Verbreitung
Vor allem in der Schweiz und Deutschland

Eigenschaften
Die Sorte ist anspruchslos und gedeiht auch an ausgesprochen ungünstigen Standorten. Die Trauben sind mittelgross. Austrieb, Blüte und Reifungsbeginn erfolgen im Vergleich zu Standardsorten eine Woche früher. Die Frostfestigkeit gilt als sehr gut. Die Lageansprüche sind verhältnismässig gering, da die Sorte bereits Anfang September über ein Mostgewicht von 100 Grad Oechsle verfügt. Solaris wächst weniger aufrecht, was die Heftarbeiten erschwert.
Die Triebe neigen zu schrägem Wuchs. Vor allem im Sommer, bei ausgewachsener Laubwand sind sie fast liegend, wodurch sich gerne ein dichtes Blätterdach bildet.
Die Sorte ist wenig anfällig auf falschen Mehltau und gehört daher zu den robusteren Rebsorten.  Die neigt aber gerne zu Magnesiummangel. Die reifen Trauben sind botrytisfest und erfordern normalerweise keine vorzeitge Lese. Gefahr droht aber durch Vögel und Bienen, die sich an den frühreifen Trauben bedienen.

Wir bewirtschaften 0.15 ha Solaris Reben bei der Kirche in Unterstammheim.
Die Trauben werden zusammen mit 0.14 ha aus Oberstammheim an die Stammheimer-Winzer Genossenschaft geliefert.
Der süsse, finessenreiche Wein, gestützt von angenehmer Säurestruktur und exotischer Aromatik wie Limetten, Ananas und Mango ist bei jungen Weinfreunden sehr beliebt

 

(Quelle: Weinland Schweiz)

Besuchen sie das Stammertal:
http://www.zuercher-weinland.ch/region/stammertal/

http://www.zuercherwein.ch/weinbaugebiete/zuercher-weinland/

http://stammheimer-winzer.ch

 

 

 

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